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Packendes Herzschlagfinale

In einem an Dramatik und Spannung nicht zu überbietenden Spiel erkämpfen sich die Biberacher C- Mädels nach einer fulminanten Aufholjagd mit der Schlusssekunde das 21:21 und lassen ihre Zuschauer auf der Tribüne jubeln.

Es war nicht das schönste Spiel in unserer weiblich C-Saison, aber mit Sicherheit das dramatischste und spannendste. Erneut mit kleinem Kader und verstärkt durch Judith Pfenninger, Enna Laasch und erstmals Janika Figel in der C1, sahen die Zuschauer im ersten Spielviertel eine ausgeglichene Partie, bei der es nach 12 Minuten 4:4 zwischen den TGB-Gastgeberinnen und ihren Gästen aus Ulm- Wiblingen stand. Dann verlor Biberach den Faden, leistete sich einige Fehlwürfe und leichte Deckungsfehler, die Ulm konsequent ausnutzte und sich mit drei Toren in Folge abzusetzen drohte. Fünf Minuten vor Ende der ersten Halbzeit stellte Biberach um. Anna Geyer verstärkte die Abwehr auf dem Feld und Kira Theurer wechselte zwischen die Pfosten. Dies zeigte unmittelbar Wirkung, die Abwehr wurde laut, es wurde gesprochen. Die Defensive stabilisierte sich sichtbar und der Torlauf der Wiblinger konnte gestoppt werden. Zwar vergrößerte sich der Abstand nicht weiter, dennoch ging man mit drei Toren Rückstand 7:10 in die Pause.

Nach der Halbzeit drohte eine Wiederholung des Hinspiels: Die Gäste kamen konzentrierter und konsequenter aus der Kabine zurück, setzten vier Treffer in Folge und zogen mit sieben Toren auf 9:16 davon. War’s das jetzt? Nein, denn Biberach zeigte Moral. Die erneut stark spielende Fiona Hempert stellte sich immer wieder clever in die Pässe und eroberte dadurch Bälle, die über wenige Stationen schnell nach vorne getragen wurden. Nach drei Treffern von Fiona, zweimal Anna und einmal Julika Kniep war Biberach wieder auf 3 Tore dran. Ulm konterte mit einem Gegentreffer, doch hatte Probleme, die mit viel Schwung und Druck angreifende Anna Geyer in den Griff zu bekommen. Die sich hieraus öffnenden Lücken nutzten Selina Bornemann, Pia Sälzle und Sofija Zhulanova stark aus und gingen durch. Hinten sicherte Kira Theurer das eigene Tor hervorragend ab. Dann, eineinhalb Minuten vor Schluss: Treffer zum Ausgleich 20:20! Jetzt war der Sieg zum Greifen nah!

Ein Pfiff 10 Sekunden vor Ende bescherte Ulm einen 7m und den Führungstreffer. Jetzt musste alles ganz schnell gehen! Pass von hinten raus, der letzte Gegenangriff wurde mit im Training geübten Passwegen automatisch und sauber durchgespielt und mit der letzten Sekunde im Ulmer Tor versenkt! AUSGLEICH 21:21!

Biberach holt sich im dritten Spiel in Folge Punkte und kann stolz in die Winterpause gehen! Gute Besserung weiterhin an alle Verletzten und Kranken.

Es spielten:Kira Theurer (im Tor) und Anna Geyer (Tor und Feld) (6), Julika Kniep (1), Judith Pfenninger, Pia Sälzle (3), Enna Laasch, Sofija Zhulanova (1), Selina Bornemann (2), Fiona Hempert (7/1), Janika Figel;


Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 19.12.2023 um 18:05 von:
Jojo Grickscheit
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